Markensystem für internationale Unternehmensgruppen.
Titgemeyer ist ein über Jahrzehnte gewachsenes Unternehmen mit Sitz in Osnabrück – international tätig, technisch tief, operativ stark. Mit Standorten und Produktionen in ganz Europa und einem Portfolio, das sich durch Zukäufe und Weiterentwicklungen stetig erweitert hat.
Was im Inneren gewachsen war, hatte Substanz. Was nach außen sichtbar wurde, war fragmentiert. Einheiten agierten unter eigenen Marken, mit eigenen Auftritten, eigener Sprache. Im Markt entstand kein klares Bild eines Unternehmens – sondern viele einzelne.
Mit dem Ausscheiden der geschäftsführenden Brüder der Eigentümerfamilie und dem Wechsel zu einer externen Geschäftsführung entstand ein Wendepunkt. Der Blick von außen machte sichtbar, was intern lange gewachsen war: ein starkes Unternehmen mit vielfältigen Marken, Strukturen und Kommunikationswelten. Der Anspruch war klar: aus gewachsener Vielfalt eine gemeinsame Richtung entwickeln.

Werte- und Positionierungsprozess für internationale Markenstrukturen
Der Prozess begann mit einer grundlegenden Klärung:
Welche Werte tragen Titgemeyer wirklich in die Zukunft?
Schnell wurde deutlich, dass klassische Stärken wie Zuverlässigkeit, Akribie und technische Kompetenz die Basis des Unternehmens bilden. Die eigentliche Schärfung entstand im emotionalen Kern. Daraus entwickelte sich eine klare Leitidee:
„Begeistern durch Kundennutzen.“
Sie beschreibt den Anspruch, Lösungen zu entwickeln, die im konkreten Einsatz überzeugen. Titgemeyer positioniert sich damit als Serviceführer – kundennah, flexibel und in der Lage, individuelle Anforderungen wirksam umzusetzen.
Vorausschauend. Wirkungsvoll. Verbunden.
Drei Arbeitswerte übersetzen die neue Positionierung in Haltung und Sprache: vorausschauend, wirkungsvoll, verbunden. Sie stehen für ein Verständnis von Zusammenarbeit, das über Produktlogik hinausgeht: Probleme früh erkennen, Lösungen wirksam umsetzen und Beziehungen als Teil der Leistung begreifen.
Die Diskussion um das bestehende Erscheinungsbild wurde offen geführt. Die Frage, wie gewachsene Marken und Zeichen weiterentwickelt werden können, beschäftigte viele Mitarbeitende. „Was, ihr wollt ans Logo ran?“ Darin zeigte sich die starke Verbindung zum Bestehenden und die Bedeutung der Marke für das Unternehmen.
Deshalb wurde der Prozess bewusst dialogisch angelegt – mit Workshops, Diskussionen und der Einbindung unterschiedlicher Perspektiven im Unternehmen. Im Mittelpunkt stand die gemeinsame Entwicklung einer Marke, mit der sich Mitarbeitende langfristig identifizieren können.
Ein Design, das integrieren kann
Entstanden ist ein reduziertes, präzises Erscheinungsbild: klare Typografie, funktionale Layouts, technische Icons und eine Bildwelt, die industrielle Kompetenz mit menschlicher Nähe verbindet. Gleichzeitig wurde das System so aufgebaut, dass es mit dem Unternehmen wachsen kann. Neue Produktmarken, Anwendungen und Standorte lassen sich konsistent integrieren und in ein gemeinsames Gesamtbild überführen. Design wurde damit zum verbindenden Werkzeug innerhalb der Organisation.










Vom Design System zur gelebten Marke
Mit der Umsetzung veränderte sich der Auftritt des Unternehmens und die Wahrnehmung im Unternehmen selbst. Mitarbeitende nahmen den neuen Auftritt an, entwickelten ihn weiter und machten ihn zu ihrem eigenen. Die Marke wurde vom Projekt zum Arbeitsmittel.

Konsistenz über Touchpoints und Standorte hinweg
Titgemeyer agiert aus einer europäischen Struktur heraus: mit Vertriebs- und Produktionsstandorten in mehreren Ländern und einer hohen Nähe zu individuellen Kundenanforderungen.
Um diese Struktur kommunikativ zusammenzuführen, wurde ein umfassendes Template-System entwickelt. Es ermöglicht standortübergreifend konsistente Kommunikation – visuell, inhaltlich und in der Tonalität.
Ob Website, Katalog, Messestand, Produktkommunikation oder interne Anwendungen: Die Marke funktioniert über alle Kontaktpunkte hinweg im täglichen Einsatz.


Ergebnis
Heute tritt Titgemeyer als eine Marke auf: klar, konsistent und anschlussfähig. Die Marke verbindet Standorte, integriert neue Einheiten und schafft Orientierung – intern wie extern. Sie bewahrt die Herkunft des Unternehmens und macht gleichzeitig seine Weiterentwicklung sichtbar.


Sprechen Sie mich an.
Bei Titgemeyer ging es nicht darum, Neues zu erfinden, sondern Gewachsenes lesbar zu machen: aus vielen Marken, Standorten und Sprachen eine, die mitwächst und doch ihre Herkunft trägt. Steht Ihr Unternehmen vor dieser Aufgabe? Lassen Sie uns reden.
